Faschingstreiben in München

Es wird wieder bunt in München. Mit der Krönung der Münchner Royals – dem Narrhalla-Prinzenpaar – hat die Münchner Faschingszeit am 11. Januar 2020 offiziell begonnen. Auch die Bäckereien sind mit ausgefallenen Krapfen-Variationen gewappnet für alles, was das Narrenherz begehrt. Highlights in den kommenden Wochen sind der Umzug der Damischen Ritter am 16. Februar 2020, die ausgelassene Straßenparty „München narrisch“ vom 23. – 25. Februar 2020 und natürlich der Tanz der Marktweiber auf dem Viktualienmarkt am 25. Februar 2020.

Nadine Seidlmayer, Faschingsprinzessin von 2019, gibt Einblicke in die narrische Zeit.

Eindrücke einer Faschingsprinzessin

Nadine Seidlmayer, unsere Immobilienmaklerin in Schwabing, ist Faschingsprinzessin durch und durch. Für sie bedeutet diese Zeit einen kleinen Ausbruch aus dem Alltag. „München ist eine tolle Stadt – das wissen wir alle. Doch an Fasching gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied. Hier feiert jeder zusammen. Gerade das macht die fünfte Jahreszeit so besonders: Jung und Alt, Banker und Eisbachsurfer, Autohersteller und Studenten zelebrieren den Fasching zusammen.“ Für sie ist es ein absolut tolles Gefühl „den Menschen ein paar Stunden pure Freude und Lebensgefühl zu schenken. Alle Sorgen sind während der gemeinsamen Zeit beim Feiern und lustig sein völlig vergessen – nur die „Freid am Leben“ zählt. Und diesen Spaß den Leuten zu vermitteln, das macht für mich als Vollblut-Närrin, den Fasching so besonders“, so unsere Faschingsprinzessin.

Nadine Seidlmayer als Faschingsprinzessin zu Besuch in ihrer Filiale in Schwabing

Auch die umliegenden Städte zelebrieren Fasching mit ihren eigenen Traditionen

Nadine Seidlmayer ist in Moosburg zu Hause. Schon seit vielen Jahren ist sie dort im Fasching aktiv. Letztes Jahr wurde sie dann zur Faschingsprinzessin ernannt. „Zu unserem Hofstaat gehö-ren Garde, Elferräte, Hofdamen, Pagen und Kasperl. Bei uns in Moosburg ist das eine besondere Ehre, als Prinzenpaar zu fungieren, da der Fasching noch sehr zelebriert wird. Fun Fact: Insge-samt haben wir unseren Walzer (Skaters Waltz von Emile Waldteufel) in der letzten Faschingssai-son Saison 113 Mal aufgeführt.“ Mittlerweile ist sie als Ex-Prinzessin sozusagen im Narrhalla-Ruhestand, freut sich aber sehr auf den bevorstehenden Fasching.

Prinzenpaar 2019: Prinzessin Nadine I. vom Schlüssel zum Wohnglück und Prinz Ludwig I. von Fliesen und Sanie-rung

Highlights 2020

Damische Ritter: 16. Februar 2020
Am Sonntag schreiten die Damischen mitsamt ihrem Herzog Kasimir, dem Holzpferd und dem Schwert voran. Ihnen folgen auf der Sendlinger Straße verschiedene Musikkappelen, Vereine und auch politische Gruppen.

München narrisch: 23. bis 25 Februar 2020
Das Straßenfest auf der Fußgängerzone vom Stachus bis zum Viktualienmarkt ist legendär. Drei Tage lang haben Faschingsbesucher aus der ganzen Welt die Gelegenheit, das bunte Treiben mitzuerleben. Das Showprogramm wird auf drei Bühnen präsentiert.

Tanz der Marktweiber: 25. Februar 2020
Auf dem Viktualienmarkt tanzen am Faschingsdienstag traditionell die Marktweiber. Ihre Tanzeinla-gen in ihren selbstgestalteten Kostümen gelten als Höhepunkt des letzten Faschingstags. Die Marktweiber vom Viktualienmarkt gestalten ihre Kostüme nach ihren Produkten wie Obst, Gemüse oder Brezen. Extra für ihren großen Auftritt erlernen die Damen mehrere Tänze, um dem Publikum eine große Show zu bieten.

Geschichte

Faschingsgebräuche gibt es in München vermutlich schon seit der Gründung Münchens durch Heinrich den Löwen im Jahr 1158. Früher noch mit anderen Gewändern und Gebräuchen, wurde hier das Fundament für die Tradition des Faschings gelegt. Die Stadtbewohner legten sich ordentlich ins Zeug, um eine ausgelassene Stimmung zu erzeugen.

Die Tage des Faschings nutzte man früher ausgiebig, um es sich vor der langen Fastenzeit nochmal richtig gut gehen zu lassen. Der ärmere Teil der Bevölkerung sah diese Tage als willkommene Gelegenheit an, um im Tausch für Kunststücke von den Reichen etwas zu Essen zu ergattern.

Ein anderer Brauch, den es schon seit 127 Jahren gibt, ist die Narrhalla. Der Bierabsatz sollte wieder angekurbelt werden. Dazu brauchten die Brauereien die Carnevalsgesellschaft, später Narrhalla, um dieses bunte Spektakel zu organisieren. Und es lief wie geplant: Die Bierbrauereien steigerten ihren Absatz und ließen sich das bunte Spektakel einiges kosten, bei dem Zehntausende jedes Jahr auf den Straßen zusammenkamen um ihr Bier zu trinken und Spaß zu haben.