München, deine Sonnenuhren

Marienplatz, Residenz, Museumsinsel. Die Liste dieser Schönheiten ist lang, in fast jedem Münchner Stadtbezirk ist mindestens eine zu sehen. Seit Jahrhunderten sind sie Zeitzeugen. Es gibt nicht nur ein paar Dutzend, sondern weit über 100 davon im Stadtgebiet München und dem nächsten Umland. Um was es gerade geht? Um Sonnenuhren in München. Eine prächtiger als die andere. Mal mit viel Geschichte, mal modern gestaltet und noch recht jung.

Die älteste Sonnenuhr Münchens sitzt auf der Blutenburg. Hier sind jedoch nur noch einzelne Fragmente zu sehen, weitaus vollständigere Zeitmesser finden sich etwa in der Altstadt, auf der Frauenkirche gab es seit dem 1514 eine große Sonnenuhr. Leider wurde sie zu Kriegszeiten zwischen 1943 und 1945 stark beschädigt. Große Einweihung der neu erstellten Sonnenuhr war dann im Jahr 1996.

Sonnenuhr-Kultur

Nicht nur an Kirchtürmen sind Sonnenuhren zu sehen. Auch Schulen und weitere Gebäude zieren die Detailgemälde mit Schattenzeiger. Das Deutsche Museum hat sogar einen ganzen Sonnenuhr-Garten. Es gibt Astronomische Uhren. Bodenuhren, sogar digitale Sonnenuhren sind keine Seltenheit mehr. Und so ist München nicht nur eine bemerkenswerte Stadt mit zahlreichen Brücken, sondern hat auch Schätze wie die Sonnenuhren im Angebot.

„Zeit ist das, was man an der Uhr abliest“

Gnomoniker übrigens sind diejenigen Experten, die sich intensiv mit den Sonnenuhren beschäftigen. Für diesen Expertenkreis gilt das Zitat von Albert Einstein besonders: „Zeit ist das, was man an der Uhr abliest“. Neben kulturellen und religiösen Deutungen von Sonnenuhren bringen diese eine große Anzahl an Wissensgebieten zusammen: Von Astronomie und Kunstgeschichte über Symbolik, Mathematik, Geometrie und Theologie kommt auch die Baugeschichte nicht zu kurz. Doch nicht nur wissenschaftlich sind Sonnenuhren bemerkenswert, sondern auch als Blickfang. Touristen und Einheimische finden gleichermaßen Gefallen daran.