Die steigenden Energiepreise machen auch vor dem Jahr 2023 nicht halt. Zum Jahreswechsel haben viele Anbieter ihre Strompreise erneut erhöht. Auch Öl und Gas werden teurer. Ein Überblick über staatliche Entlastungen und Tipps zum Energiesparen.

Welche Entlastungen gibt es vom Staat?

Ob Einmalzahlung, Gas- oder Strompreisbremse – für Bürgerinnen, Bürger, kleine und mittlere Unternehmen sorgt die Bundesregierung mit Unterstützungen für Entlastung. Eine erste Soforthilfe für Gas- und Fernwärmekundinnen und -kunden gab es bereits Ende 2022 mit der Dezemberhilfe. Weitere Maßnahmen sind ab März geplant: Mit der Gas- und Strompreisbremse sollen rund 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs im Nachgang vom Staat subventioniert werden. Für Gas ergibt sich daraus ein Preis von 12 Cent, für Fernwärme 9,5 Cent und für Strom 40 Cent pro Kilowattstunde. Um davon zu profitieren, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht tätig werden – das übernimmt der Versorger.
Für Mieterinnen und Mieter gibt es ab 2023 zudem Entlastungen bei der CO2-Steuer. Ab sofort wird die Klimaabgabe für Heizen, Öl und Gas anteilig von Vermieterinnen und Vermietern mitbezahlt.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung: So sparen Sie Energie

Neben den Entlastungspaketen sind auch Mietende, Eigentümerinnen und Eigentümer gefragt, sich aktiv zu beteiligen. Mit einfachen Maßnahmen können sie nicht nur Energie sparen, sondern auch Kosten senken:
Verbrauch reduzieren:
Ob beim Duschen, Heizen oder Lüften – um effektiv Energie zu sparen, sollte der Gas-, Strom- und Warmwasserverbrauch reduziert werden. Wird die Raumtemperatur beispielsweise um einen Grad gesenkt, verringert sich der Energieverbrauch bereits um etwa sechs Prozent. Zudem sollte darauf geachtet werden, beim Lüften das Fenster kurz ganz zu öffnen, anstatt nur zu kippen. Heizungen sollte man regelmäßig warten und entlüften lassen. Auch Händewaschen mit kaltem Wasser oder eine kürzere Duschzeit kann Energie sparen.

Energieversorger prüfen: Oft lohnt es sich, die Preise des eigenen Anbieters zu prüfen, zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Wer eine Wohnung vermietet, muss zudem einen Energieausweis vorlegen. Anhand dessen und der Nebenkostenabrechnung kann ermittelt werden, wo Einsparpotenzial besteht.

• Effizienz verbessern: Eine vollständige energetische Sanierung ist kostspielig oder aufgrund des Fachkräftemangels oft nicht möglich. Als Eigentümer können Sie allerdings auch mit wenigen Maßnahmen Effekte erzielen, zum Beispiel durch die Dämmung des Kellers oder des Dachbodens sowie den Austausch von undichten Fenstern. Auch eine Photovoltaikanlage könnte ab sofort für viele interessant werden: Ab 2023 gibt es umfassende Steuererleichterungen für alle, die mit einer Solaranlage selbst Strom erzeugen wollen. Alle Informationen zur Förderung des Ausbaus von Photovoltaikanlagen finden Sie im FAQ des Bundesministeriums der Finanzen.

Fragen zur Marktsituation oder zu Ihrer Immobilie?

In Zeiten von Energiekrise und Zinsanstieg stellen sich viele Menschen die Frage: Wann macht ein Immobilienkauf oder -verkauf Sinn? Ob Markteinschätzung oder Immobilienbewertung – unsere Expertinnen und -experten des SIS-Sparkassen-Immobilien-Services beraten Sie gerne:
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