Immobilien-Lexikon: Wir erklären die wichtigsten Begriffe

Das Thema Immobilien mitsamt aller Fachbegriffe rund um Objektnutzung, Verkauf oder Kauf könnte Lexika füllen. Hier erklären wir Ihnen Begrifflichkeiten, die Ihnen vielleicht noch zu Ohren kommen werden.

ANNUITÄT

Der Begriff Annuität bedeutet die regelmäßige Rückzahlung / Tilgung eines gewährten Darlehens. Diese besteht aus einem Tilgungsanteil sowie einem Zinsanteil. Während der Verlaufszeit eines Darlehens verschieben sich die Verhältnisse der beiden Positionen Zinsen und Tilgung. Wichtig zu wissen: Zinsen werden nur auf die jeweilige Restschuld gezahlt.

BAUGENEHMIGUNG

Keine Hindernisse für den geplanten Bau! Ein jeder Häuslebauer wünscht sich solch eine Mitteilung. Die Baugenehmigung ist die Genehmigung der zuständigen Baubehörde, die besagt, dass dem Bauvorhaben nach geltenden Vorschriften nichts im Wege steht. Mit einer solchen Baugenehmigung, die umgangssprachlich auch Bauerlaubnis genannt wird, können bauliche Anlagen, Gebäude etc. sowohl errichtet, aber auch je nach Formulierung – beseitigt oder gar verändert werden.

BODENRICHTWERT

Diesen Begriff hören Sie schon recht frühzeitig: Meist bei der Einwertung Ihres Objekts. Unter Bodenrichtwert versteht man den Wert, der verwendet wird, um den korrekten Preis eines Grundstücks (oder der Wertermittlung des daraufstehenden Gebäudes) zu ermitteln. Dabei unterstützen oftmals die Kommunen oder Landratsämter. Dafür werden durchschnittliche Bodenwerte für Flächen eines Gebiets (Stadt, Gemeinde, Landkreis), die in ihrer Lage und auch Nutzung vergleichbar sind, in das Wertergebnis einbezogen. (Hinterlegt auch im Baugesetzbuch, §196)

COURTAGE

siehe Provision

DENKMALSCHUTZ

Zunächst gilt: Jedes Gebäude, das von z.B. geschichtlicher oder aber kulturhistorischer Bedeutung ist, kann von Amtswegen unter Denkmalschutz gestellt werden. Dies ist quasi eine staatliche Maßnahme, die der Wahrung von solch relevanten Gebäuden oder Teilen davon, dienen soll. Dadurch werden sie dauerhaft und „unverfälscht“ erhalten. Der Denkmalschutz ist wichtiger Punkt bei der Entscheidung, eine Immobilie zu erwerben. Umbauten werden dadurch teils schwierig umzusetzen.

ERSCHLIEßUNGSKOSTEN

Dabei handelt es sich um Baunebenkosten, die von teils großer Bedeutung sind. Viele verschiedene Abgaben hat derjenige an die Kommune zu tätigen, der z.B. ein Grundstück erwirbt. Unter anderem die sogenannten Erschließungskosten. Dabei handelt es sich um eine kommunale Abgabe, die ein Bauherr zahlen muss, um etwa den Anschluss seines Grundstücks an Versorgungsnetze (Strom- und Wassernetz plus technische Netze und Infrastruktur, z.B. Straßen) zu gewährleisten. Bei den Erschließungskosten unterscheidet man zwei Kategorien: Die verkehrsmäßigen (Straßen, Infrastruktur) sowie die technischen (Versorgung) Erschließungskosten.

HAUSGELD

Die monatlichen Zahlungen, die ein Eigentümer an z.B. eine Eigentümergemeinschaft oder Hausverwaltung zahlen muss, um z.B. Kosten / Betriebskosten für Gemeinschaftseigentum oder auch Verwaltungskosten / finanzieren zu können, wird Hausgeld genannt.

PROVISION

Außenprovision / Innenprovision
Nutzen Sie den Vertriebsdienst eines Maklers, so wird zunächst ein Vertriebsauftrag geschlossen. Darin enthalten: Die Provision, ein prozentualer Anteil vom Verkaufspreis einer Immobilie, die an den Makler gezahlt wird. Hierbei teilen sich Verkäufer und Käufer den Gesamtbetrag. Die sogenannte Innenprovision wird vom Verkäufer gezahlt, die Zahlung (auch Courtage genannt), die der Käufer an den Makler zahlt, nennt sich Außenprovision. Überwiegend wird die Courtage / Provision zu gleichen Teilen von Verkäufer und Käufer übernommen.

TEILUNGSERKLÄRUNG

Die Teilungserklärung gibt Auskunft über Eigentumsverhältnisse und die direkte Aufteilung der Wohneinheiten in etwa einer Eigentümergemeinschaft: Die Teilungserklärung muss stets im Grundbuch eingetragen werden. Bei einer Finanzierung ist diese auch den Objektunterlagen beizufügen.