Berg am Laim

Die Geschichte des Münchner Bezirks Berg am Laim geht bis in das 15. Jahrhundert zurück, doch sein heutiges Erscheinungsbild ist angelegt nach dem Zweiten Weltkrieg. Wohnraum musste geschaffen werden und so entstanden die typischen Blockbauten, die noch heute das Bild des Stadtteils prägen. Heute ist Berg am Laim wieder gefragt, sowohl als Wohnviertel wie als Standort für Unternehmen der Dienstleistungsbranche. Bei genauem Hinschauen finden Sie hier viel Charmantes und Sehenswertes!

Schnellübersicht

Charakteristik

Berg am Laim ist der Bezirk Nummer 14 von München und befindet sich im Osten der Stadt. Knapp 46.000 Menschen leben hier. Der Stadtteil verfügt über eine gute U- und S-Bahn-Anbindung und ist mit Buslinien optimal mit der Stadtmitte und dem Umland verbunden.

Da nach dem Krieg Wohnraum knapp war, begann die Stadt München bereits 1949, die Wohnsiedlungen in dem Bezirk zu erweitern. Die zahlreichen Blockbauten schafften vor allem Wohnungen für sozial Schwächere. Dies setzte sich in den 1950er und 1960er-Jahren massiv fort. Drei Wohnungsbaugesellschaften wurden gegründet und der Bau von Sozialwohnungen sowie von Eisenbahnerwohnungen wurde vorangetrieben. Nur im Osten des Stadtteils entwickelte sich eine eher lockere Wohnbebauung mit überwiegend Eigenheimen. In den 1980er-Jahren entstand zudem ein Neubaugebiet an der Jella-Lepman-Straße.
Die Einwohnerzahl ist seit Jahren kontinuierlich angewachsen und Berg am Laim ist auf dem Weg, ein angesagter Wohnbezirk zu werden. In mehr als der Hälfte der Haushalte lebt nur eine Person und etwa 25 % sind Zwei-Personen-Haushalte.

Der Bezirk Berg am Laim ist ein beliebter Standort für mittelständische Betriebe. Vor allem in den Ten Towers haben sich in den letzten Jahren viele Verlage und Dienstleister wie beispielsweise die Telekom angesiedelt. Bei den Ten Towers handelt es sich um einen gigantischen Glasbaukomplex an der Dingolfinger Straße. Fünf Doppeltürme sind dabei eindrucksvoll mit Glasbrücken verbunden. Mehr als 3.000 Menschen finden dort Arbeit.

Berg am Laim ist ein Stadtteil, der entdeckt werden will und der seinen Zauber erst auf den zweiten Blick entfaltet. Sie werden erstaunt sein, wie viele Grünflächen Sie hier finden. Großzügige Grünanlagen mit viel Platz zum Toben und Spielen sind etwa der Piusplatz, der Behrpark oder der Michaelianger, in dem die Kinder im Winter rodeln. Schön zum Flanieren ist der Echardinger Grünstreifen mit seiner gemütlichen Gartenwirtschaft.

Für Familien bietet Berg am Laim eine ideale Infrastruktur. Sie finden gut ausgestattete Kindertagesstätten, Grundschulen, Realschulen und ein Gymnasium. Auch gibt es eine Zweigstelle der Münchner Stadtbibliothek. Für die Freizeit bietet der Stadtteil zahlreiche Sportstätten sowie mit dem Michaelibad ein tolles Erlebnis- und Wellness-Paradies.

Wissenswertes

Das sollten Sie über München Berg am Laim wissen:

Haus (Kauf)

0 T€
Durchschnittskaufpreis

Wohnung (Kauf)

0 €/m²
Durchschnittskaufpreis

Wohnung (Miete)

0 €/m²
Durchschnittsmietpreis p. m.

Berg am Laim Geschichte

Der Name des Bezirks geht auf eine lange Lehmzunge zurück, die sich durch den Ort zog. Lehm als Grundlage für das Brennen von Ziegeln lockte zahlreiche Unternehmen an und brachte den Bewohnern Wohlstand. Große Teile der Münchner Innenstadt und der Frauenkirche sind mit Ziegeln aus Berg am Laim gebaut. Um 1900 ging das Lehmvorkommen zur Neige und die Brennereien mussten aufgegeben werden.
Zu der Zeit wurde Berg am Laim dann bevorzugter Wohnort für Eisenbahner. 1871 war die Eisenbahnstrecke von München in Richtung Simbach und Rosenheim eröffnet worden. Dabei entstanden in Berg am Laim ein Rangierbahnhof und ein Bahnbetriebswerk, deren Personal ortsnah untergebracht werden sollte.
Im Zuge des erhöhten Wohnraumbedarfs entstand in den 1930er Jahren entlang der Bad-Schachener-Straße die sogenannte Maikäfersiedlung mit ihrem eigenen, beschaulichen Reiz. Dies war eine Volkswohnungsanlage, die aus winzigen Mietwohnungen mit ebenso winzigen Vorgärten bestand. Heute sind sie größtenteils zurückgebaut und modernisiert worden.

Im Jahr 1818 erhielt Berg am Laim den Status einer selbständigen Gemeinde mit vier historischen Ortsteilen: Josephsburg, Echarding, das Pfarrdorf Baumkirchen und Pachem, dessen Name sich vom Hachinger Bach ableitet.
Anfang des 20. Jahrhunderts wollte die Gemeinde Berg am Laim gerne der königlichen Haupt- und Residenzstadt München zugehören, insbesondere da sie sich durch Projekte wie Kanalisation und Straßenbau stark verschuldet hatte. Tatsächlich musste der Gemeinderat fünf Anträge auf Eingemeindung stellen, ehe München das Flehen erhörte. Am 1. Juli 1913 war es dann soweit: Berg am Laim wurde ein Stadtbezirk Münchens.
Bis in die 1920er Jahre war Berg am Laim ländlich geprägt. Mit dem Bau der Großwohnsiedlungen und der Erschließung durch die Straßenbahn verschwand dann jedoch der dörfliche Charakter. Nur an manchen Ecken von Berg am Laim sehen sie ihn noch aufblitzen.

Sehenswertes in Berg am Laim

Nicht direkt eine historische Sehenswürdigkeit, aber ein Objekt mit besonderer Strahlkraft ist das Werksviertel. Es befindet sich auf dem Areal der ehemaligen Pfanni- und Optimolwerke. Hier entstand 1996 der Kunstpark Ost, der 2003 zur Kultfabrik wurde. In ihr versammelten sich mehr als 25 Konzerthallen, Diskotheken, Bars und teils legendäre Clubs. Im Herzen der Kultfabrik versorgte die Kantine Feierwütige und Nachtschwärmer rund um die Uhr mit kulinarischen Genüssen.
Mit einer spektakulären Abschiedsparty endete Silvester 2015 die Ära der Kultfabrik. Dies war gleichzeitig die Geburtsstunde des heutigen Werksviertels. Es ist ein urbanes Kreativ-Center mit Wohnungen, Loft-Büros, Kunst- und Konzerträumen, Clubs, Werkstätten, angesagten Bars, Restaurants, Shops und Freizeitstätten. Auch entstand hier mit dem Hi-Sky, dem größten transportablen Riesenrad der Welt, ein neues Wahrzeichen.
Apropos Wahrzeichen: Ein solches ist auch der Glasbau des Technischen Rathauses. Weithin sichtbar ist der beeindruckende 63 Meter hohe Turm.
Auch historische Bauten können Sie in Berg am Laim bewundern. Das prächtigste Bauwerk ist die Pfarrkirche St. Michael. Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und gehört zu den wichtigsten Baudenkmälern des Rokoko. Sehenswert ist auch die moderne Kirche St. Pius mit ihrem lang gezogenen Kirchturm, der sich über die Breite des gesamten Kirchenschiffes zieht. Nicht zuletzt gibt es in Berg am Laim mit der Stephanskirchl eine der ältesten Kirchen Münchens zu besichtigen.

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