München Bogenhausen

Dörfliches Villenviertel

Direkt am Isarhochufer, in saftige Grünflächen eingebettet, liegt der 13. Münchener Stadtbezirk Bogenhausen. Zahlreiche Jugendstilvillen prägen das Bild dieser noblen Gegend. Kaum zu glauben, dass hier einst nur ein Bauerndorf stand, das 1892 nach München eingemeindet wurde. Nur der alte Ortskern mit der Pfarrkirche St. Georg und dem Bogenhausener Friedhof, wo zahlreiche bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte fanden, weckt Erinnerungen an das kleine, bescheidene Dörfchen.

Schnellüberblick

Charakteristik

Heute umfasst der Stadtbezirk Bogenhausen auch Oberföhring, Johanneskirchen, Englschalking, Denning, Daglfing und Zamdorf. Das Stadtbild von Bogenhausen, insbesondere rund um die St. Georg Kirche ist geprägt von herrschaftlichen Villen, die auf großzügigen Grundstücken liegen. Wer kennt nicht die prächtige Prinzregentenstraße in Bogenhausen, die westwärts Richtung Isar direkt in die Maximiliansanlagen zur Villa Stuck und zum Friedensengel führt. Ab der Spätgründerzeit wurde von dieser Straße aus in Richtung St. Georg ein weitflächiges Wohnviertel errichtet mit großen Villen und Mietshäusern. Verlässt man den alten Teil von Bogenhausen, trifft man auf der anderen Seite die ersten Hochhäuser Münchens, große Büro- und Wohnanlagen. Den Anfang machte 1957 die erste Parkwohnanlage Bogenhausen. Dieses Ensemble steht heute unter Denkmalschutz.

Wissenswertes 

Das sollten Sie über München Bogenhausen wissen:

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Sehenswertes

Im Sommer ist der Park der Maximiliansanlagen der ideale Platz zum Picknick mit der Familie, zum Spazierengehen, Radeln oder zum Joggen rund um den Friedensengel. Wer sportlich besonders ehrgeizig ist, läuft hinter dem Engel über die Luitpoldbrücke und joggt im Englischen Garten weiter. Grüner kann ein Stadtteil eigentlich nicht sein. Und das macht auch den besonderen Charme aus von Bogenhausen. Aber nicht nur.

Auch kulturell hat das einstige Dorf so einiges zu bieten. In der bereits erwähnten Villa Stuck stößt man auf beeindruckende Kunstsammlungen aus dem 19. bis 21. Jahrhundert. Wer das literarische München entdecken möchte, geht am besten in die Monacensia, das Literaturarchiv, ganz in der Nähe des Friedensengels. Haus und Garten sind für alle offen, die Kunst und Literatur lieben und hautnah erleben wollen. Der goldene Friedensengel, korrekt eigentlichFriedensdenkmal, erinnert übrigens an das Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 bis 1871. Wandert man Richtung Norden kommt man in den Herzogpark, wo einst Thomas Mann 1914 seine berühmte Villa errichten ließ. Franz Kafka wohnte ebenfalls in der Nähe. Und nicht weit entfernt, in der Maria-Theresia-Straße lebte ein ebenso prominenter Bewohner Bogenhausens: der Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen. Wer sich für die Sterne interessiert ist bei der Sternwarte am Galileoplatz richtig. Sie wurde 1816 als Königliche Sternwarte gegründet und ist heute Teil des Instituts für Astronomie und Astrophysik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.

Am Ende der Maria-Theresia-Straße steht man schließlich vor der zauberhaften Pfarrkirche St. Georg, die als katholische Dorfkirche einst der Mittelpunkt des Dorfes Bogenhausen war. Das spätbarocke Kirchlein hat zwar den kleinsten Friedhof der bayerischen Landeshauptstadt. Aber dort liegen die ganz großen Münchner begraben: Rainer Werner Fassbinder, Bernd Eichinger, Liesl Karstadt, Helmut Fischer, Helmut Dietl, Walter Sedlmayer, Erich Kästner und Oskar Maria Graf. Trotz dieser Prominenz besticht der Friedhof durch eine angenehme Bescheidenheit, ohne großen Pomp. Steinerne Engel fehlen ebenso wie pompöse Monumente. Nicht nur Touristen, auch viele Einheimische suchen immer wieder dieses kleine Paradies auf, wo man das Gefühl bekommt, den Großen der Kunst ein kleines Stückchen näherzukommen.

Im Sommer ist Bogenhausen natürlich der Traum schlechthin. Das Prinzregentenbad lockt Wasserratten mit seinem Freiluftbad. Im 25 m Sportbecken kann man seine Muckis trainieren. Und für die Kleinen gibt es Planschbecken und Rutsche. Unter schattigen Bäumen kann man dösen, im Biergarten gibt es eine typisch bayerische Brotzeit. Und Schluss ist nach der Sommersaison noch lange nicht. Schlittschuhfans drehen auf der Eisbahn Pirouetten. Und wer sich danach aufwärmen will, geht einfach in die Sauna. Wobei, Sauna ist natürlich hemmungslos untertrieben. Hier geht es um eine Saunalandschaft auf einer Fläche von 1300 Quadratmetern mit diversen Saunen, einem großen Whirlpool und einem asiatischem Zen-Garten.

Und gleich daneben wartet eine Kulturlandschaft. Direkt am Prinzregentenplatz, umgeben von alten Lindenbäumen steht das berühmte Prinzregententheater. Dieses Theater in Bogenhausen gehört zu den ganz großen Bühnen Münchens. Nicht nur wegen seines Programms, das von Konzert über Oper bis hin zum Kabarett alles anbietet, sondern auch wegen seiner Architektur. Der Zuschauerraum ist wie ein Amphitheater angelegt und hat eine allseits gelobte Akustik. Der Bau selbstverbindet gekonnt Elemente des Jugendstils und des Klassizismus.

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