Mitten im Herzen von München befinden Sie sich im Stadtbezirk 2 der bayerischen Landeshauptstadt: Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Hier findet auf der Theresienwiese alljährlich das berühmteste Volksfest der Welt statt, das Münchner Oktoberfest. Der multikulturell geprägte Stadtbezirk beherbergt mit dem Hauptbahnhof außerdem Münchens Tor zur Welt. Von dort aus gelangen Sie mit dem Nah- und Fernverkehr in alle Ecken der Bundesrepublik, und auch ins nahe gelegen Österreich. Auch als innerstädtischer Verkehrsknotenpunkt fungiert das Areal rund um den Hauptbahnhof, wo Busse, Trams und U- sowie S-Bahn-Linien zusammenlaufen.

Schnellüberblick

Charakteristik

Herrschaftliche Altbauten, Szene-Viertel und Trubel rund um den Hauptbahnhof
Der Bezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt ist geprägt von großen architektonischen Gegensätzen. Die Gegend rund um den Bahnhof wurde während des Zweiten Weltkrieges großflächig zerstört. Nach Kriegsende entstanden gewerbliche Zweckbauten und Wohnhäuser im eher günstigen Preis- und Ausstattungssegment. Heute leben rund um den Hauptbahnhof viele, vor allem türkisch-stämmige, Migranten.

Einige Straßenzüge, in denen sich hauptsächlich türkische und arabische Läden und Restaurants niedergelassen haben, tragen den Beinamen Klein-Istanbul. Hier, in der Ludwigsvorstadt, finden Sie noch relativ günstigen Wohnraum. Allerdings steigen die Mietpreise in diesem Viertel nach und nach an, da die Nachkriegsbauten nun saniert werden.

Die Wohnlage Ludwigsvorstadt wird besonders von jungen Leuten, sowie Berufspendlern, geschätzt. Die historische Isarvorstadt galt immer als Arbeiterviertel. Das von kleinen von der Isar abzweigenden Stadtbächen durchwirkte Areal, zog bis zum 19. Jahrhundert vornehmlich Müller, Gärtner, Wäscher, Pferdehändler und Bleicher an, die hier hervorragend ihre Berufe ausüben konnten. Deren Behausungen waren einfach gehalten und wurden um 1860 abgerissen, um einem Planviertel Platz zu machen.

Die Oberen der Stadt München bauten in rasender Geschwindigkeit gründerzeitliche Wohnblöcke in, auf dem Reißbrett entstandene, Straßenzüge. 1876 wurde der Schlachthof der Stadt hier her verlegt. Zudem gab es viele Industriebetriebe, die größtenteils während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurden.

Die gründerzeitliche Bausubstanz jedoch ist erhalten geblieben. Das Glockenbach- und das Gärtnerplatzviertel gelten heute als Szene-Viertel, in denen sich individuelle Bars und Cafés sowie kleine Läden aneinanderreihen. Im Glockenbachviertel ist seit Jahren die LGBTQ-Szene Münchens unterwegs.

Insgesamt leben in Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt rund 52.000 Menschen. Der Altersdurchschnitt ist eher gering. Hauptsächlich gibt es Ein- und Zwei-Personen-Haushalte und Wohngemeinschaften. Tummeln sich in der Isarvorstadt besonders viele junge Berufstätige, ist die Sozialstruktur im restlichen Viertel ansonsten gemischt. Gerade rund um den Bahnhof leben zahlreiche einkommensschwache Personen, hier häufiger auch Familien mit Kindern.

In gesundheitlichen Fragen ist der Stadtbezirk 2 bestens aufgestellt. Hier finden Sie das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Auch zahlreiche niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen praktizieren im Stadtbezirk. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in allen Preisklassen. Schulen und Kindergärten sind zahlreich vorhanden.

An Kultureinrichtungen mangelt es ebenso wenig: Museen, Kinos und das Staatstheater am Gärtnerplatz erfreuen Kulturhungrige. Im Grünen erholen können Sie sich entlang der Isar und auf dem Gelände des Südfriedhofs. Innenstadtziele sind schnell mit dem Fahrrad und zu Fuß erreichbar.

In alle anderen Ecken Münchens gelangen Sie auf vielfältigen Wegen per U-Bahn, Tram oder Bus. Am ZOB, an der Hackerbrücke neben dem Hauptbahnhof, startet der nationale und internationale Omnibusverkehr. Von hier gelangen Sie auch mit dem Auto auf die A2.

Wissenswertes zu München Ludwigvorstadt – Isarvorstadt

Das sollten Sie über München Ludwigvorstadt – Isarvorstadt wissen:

Kartenansicht von München Ludwigsvorstadt Isarvorstadt
Wo liegt Ludwigvorstadt-Isarvorstadt?

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Geschichtliches

Schon immer ein Teil der Stadt München
Das heutige Gebiet des Stadtbezirks 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt war schon immer Teil der Stadt München. Die Ludwigsvorstadt wurde ab 1804 vom Bayerischen König als grünes Vergnügungsviertel, das vor den Toren der damaligen Innenstadt liegen sollte, geplant.

Auf der dortigen Theresienwiese fand im Oktober 1810 die Hochzeitsfeier des späteren Bayerischen Königs Ludwig I., und seiner Frau Therese, statt. Damals wurde das Oktoberfest geboren. Im 19. Jahrhundert gab es hier noch viele Freiflächen, auf denen zur Mitte des 19. Jahrhunderts schicke Mietshäuser und teure Villen entstanden.

Die Isarvorstadt war zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch dünn besiedelt. Nur etwa 2.300 Einwohner lebten hier: ausschließlich die ärmere Bevölkerung, die sich ein Leben im teuren Innenstadtbereich Münchens nicht leisten konnte. Vor dem Zweiten Weltkrieg beherbergte die Isarvorstadt das Münchener Judenviertel. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten hier einige namhafte Künstler, wie der Regisseur Rainer Werner Fassbinder. Auch der Queen-Sänger Freddie Mercury wohnte eine Zeit lang in der Isarvorstadt, genauer gesagt in der Hans-Sachs-Straße.

Sehenswertes

Zwischen Museumsinsel und Bavaria
Im Stadtbezirk 2 ist wohl mit die höchste Touristendichte der bayerischen Landeshauptstadt auszumachen.

Aus gutem Grund, denn hier gibt es viel zu sehen und zu erleben. Sogar als Einheimischer können Sie sich hier immer wieder wie im Urlaub fühlen, so viele verschiedene Angebote lassen sich aufspüren, und entdecken. Jeder sollte unbedingt das auf der Museumsinsel gelegene Deutsche Museum besuchen.

Bis Sie alle 28.000 Ausstellungsstücke aus den Bereichen Technik und Naturwissenschaft eingehend bewundert haben, werden Jahre ins Land ziehen. Der Besuch des riesigen Museums lohnt sich in jedem Fall mehrfach. Der Alte Südfriedhof ist nicht nur für die Hinterbliebenen der hier Ruhenden ein wichtiger Anlaufpunkt.

Sie können hier viele künstlerisch hochwertig gestaltete Grabstätten bewundern, und die letzten Ruhestätten zahlloser prominenter Persönlichkeiten aufsuchen. Im Herbst findet auf der Theresienwiese das Oktoberfest statt, im Winter das Tollwood-Festival. Immer beaufsichtigt von der 18 Meter hoch aufragenden Skulptur der Bavaria, die hier mit dem bayerischen Wappentier, einem Löwen, gemeinsam in Erz und Bronze gegossen wurde.

Hinter ihr erhebt sich die beeindruckende Ruhmeshalle in der die Büsten vieler bekannter bayerischer Persönlichkeiten versammelt sind.

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