Früher eigenständig, wurden sowohl die Stadt Pasing als auch die Gemeinde Obermenzing 1938 nach München eingemeindet. Zwangsweise, sagen vor allem die Pasinger, die noch heute viel Wert auf ihre Eigenständigkeit legen. Sie lassen sich eher als Pasinger denn als Münchner titulieren. Schon alleine deshalb, weil man in Pasing über seinen eigenen Marienplatz verfügt, was bei Touristen für Verwirrung sorgen kann. Inzwischen ist Pasing-Obermenzing mit insgesamt rund 75.000 Einwohnern der Münchner Stadtbezirk 21. Pasing-Obermenzing liegt im Westen der bayerischen Landeshauptstadt und grenzt an den Schlosspark von Nymphenburg an.

Schnellüberblick

Charakteristik: Wohnen in Pasing-Obermenzing

Pasing-Obermenzing gilt als eine der beliebtesten Wohngegenden von München. Obermenzing liegt idyllisch am Fluss Würm. Hier entstand eine beschauliche Villengegend. Die etwa 30.000 Einwohner Obermenzings gehören hauptsächlich der besserverdienenden Mittel- bis Oberschicht an. Der Akademikeranteil unter der Bevölkerung ist hier besonders hoch. In den Villen des Stadtteils wohnen junge und ältere Paare, sowie Familien mit Kindern. Der Stadtteil ist sehr grün und ländlich geprägt.

In Pasing, mit ungefähr 45.000 Einwohnern, sind alle Bevölkerungsschichten vertreten. Dies ist wohl damit zu begründen, dass der Stadtteil aus einer eigenen Kleinstadt hervorging, und sich diesen Charakter bis heute bewahrt hat. Für Einkäufe aller Art oder Arztbesuche, muss die Bevölkerung nicht zwingend in die Münchner Innenstadt fahren. Sie findet hier alles, was sie braucht, vor Ort.

In Pasing gibt es Villen und Einfamilienhäuser und günstigere Mehrparteienwohnanlagen, in denen früher hauptsächlich Arbeiter der örtlichen Industriebetriebe wohnten. Mit der Haltestelle München-Pasing verfügt der Stadtbezirk über einen eigenen Bahnhalt des Fernverkehrs, und ist unabhängig vom Rest der Stadt München. Weitere Verkehrsmöglichkeiten bestehen über das S-Bahn-Netz sowohl in die Innenstadt Münchens, als auch in das Umland. Weiterhin ist man über die U4 und die U5 an das U-Bahn-Netz Münchens angeschlossen.

Wissenswertes über München Pasing – Obermenzing

Das sollten Sie wissen:

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Wo liegt Pasing-Obermenzing?

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Pasing-Obermenzinger Geschichte

Pasing: immer noch eine Art Kleinstadt mit eigener Infrastruktur

Die Wurzeln der Stadt Pasing liegen weit in der Vergangenheit. Bereits 763 wurde Pasing zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schon zu Zeiten des Mittelalters wuchs der Ort beträchtlich an. Nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie München–Augsburg im Jahre 1840, entwickelte sich die Gemeinde Pasing langsam zur Stadt. Sie lag verkehrsgünstig und profitierte vom Handel, der über die Eisenbahn abgewickelt wurde.

Ab 1905 durfte sich die Gemeinde Pasing ganz offiziell Stadt Pasing nennen. Bis zur Eingemeindung nach München hatte man es bis zur fünftgrößten Stadt in ganzOberbayern gebracht. Wie jede Stadt wuchs auch Pasing konzentrisch, von innen nach außen. Das sieht man dem Stadtbezirk heute noch an.

Das ländliche Obermenzing
Stark im Gegensatz dazu steht das sehr ländlich geprägte Obermenzing. Auf dem früheren Gemeindegebiet Obermenzing siedelten zunächst eher vereinzelt Jäger, Fischer und Landwirte. Der hier zu findende Grund und Boden gehörte lange Zeit der Kirche Freising. Erst 1315 tauchte der Ortsname Obermenzing zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Durch den Bau des Jagdschlosses Butenberg im 15. Jahrhundert, siedelten sich langsam mehr Menschen in Obermenzing an.

Ab 1818 war Obermenzing eine eigenständige Gemeinde, die jedoch in Blutenburg und Pipping geteilt war. Die Region blieb immer sehr ländlich. Ab dem 19. Jahrhundert verlagerten verstärkt Angehörige des Münchner Bildungsbürgertums ihren Wohnsitz hierher. Gut verdienende Beamte und leitende Angestellte bauten sich Villen in der ruhigen und dörflichen Umgebung, und konnten ihre Arbeitsplätze in München von hier aus dennoch gut erreichen.

Sehenswertes in Pasing-Obermenzing

Als Tourist im eigenen Stadtbezirk
Nicht nur für Touristen interessant ist das Schloss Blutenburg. Das spätgotische Wasserschloss liegt mitten an der Würm. Besucher haben von hier aus einen astreinen Blick auf das östlich gelegene Schloss Nymphenburg. Von 1866 bis 1957 beherbergte das Schloss die Schule der Englischen Fräulein. Das Anwesen verfügt noch heute über eine sehr sehenswerte barock ausgestaltete Schlosskapelle, sowie einen Wachtturm. Im idyllischen Innenhof des Schlosses findet jedes Jahr im Mai das Weinfest der Südlichen Weinstrasse statt, zu dem die Bevölkerung herzlich eingeladen ist. Die Innenräume des Schlosses erfreuen heute alle Freunde der Kinder- und Jugendliteratur.

Neben einem Michael Ende Museum ist hier auch die Erich Kästner Gesellschaft untergebracht. Rund um das Schloss Blutenburg gibt es zudem herrliche Spazierwege. Wer es ein wenig wilder und verwunschener mag sucht den 1929 angelegten Pasinger Stadtpark auf. Auf 20 Hektar Fläche erstreckt er sich entlang der Würm, von der katholischen Pfarrkirche Mariä Geburt bis hin zum Klostergarten.

Der Stadtpark Pasing ist ein Landschaftsgarten und ähnelt in seiner Erscheinungsform dem Englischen Garten von München. Besuchen sollte man auch das, zwischen Pasinger Stadtpark und dem Pasinger Ortskern gelegene, Schloss Gatterburg. Die spätklassizistische Anlage diente früher dem bayerischen Königsgeschlecht als Landsitz.

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