Im äußersten Südosten der bayerischen Landeshauptstadt München liegt der Stadtbezirk 16 Ramersdorf-Perlach. Knapp 120.000 Einwohner teilen sich hier eine Fläche von rund 20 Quadratkilometern. Die ehemalige Gemeinde Ramersdorf wurde früh an die Großstadt München angeschlossen: 1864 wurde Ramersdorf eingemeindet. Perlach folgte erst 1930. Kaum einer der Münchner Stadtbezirke ist heute so abwechslungsreich strukturiert wie Ramersdorf-Perlach. Neben einer Hochhaussiedlung, die den Charakter einer Satellitenstadt hat, und als eines der bedeutendsten Siedlungsprojekte in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg galt, finden Sie in Ramersdorf-Perlach einen Bezirk mit durchausländlichem Charakter vor.

Schnellüberblick

Wohnen in Ramersdorf-Perlach

Ramersdorf ist schon seit ehedem als typische Münchner Wohngegend bekannt. Dabei ist die frühere unabhängige Gemeinde Ramersdorf wie eine Kleinstadt aufgebaut. Alles wirkt hier, im Gegensatz zum innerstädtischen Trubel der bayerischen Landeshauptstadt, entschleunigt und oberbayerisch beschaulich. In den 1930er Jahren wurde die sogenannte Mustersiedlung Ramersdorf errichtet. Hier wechseln sich Einfamilienhäuser mit Grünflächen ab. Die Einfamilienhäuser entstammen insgesamt 34 unterschiedlichen Bautypen und somit für optische Abwechslung sorgen. Musterwohnen für Familien mit Kindern also.

Daneben wurde der soziale Wohnungsbau in Ramersdorf stets stark vorangetrieben. In Ramersdorf sind außerdem eine Menge Industrieunternehmen zu finden: Zündapp und Siemens gelten nur als Beispiele. Die Belegschaft lebt und arbeitet oftmals in Ramersdorf-Perlach, wo alles zu finden ist, was zum guten Leben benötigt wird: eine große Auswahl an Kindergärten und Schulen, Fachgeschäfte aller Art, Ärzte, Restaurants, Biergärten und Cafés, Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder, und nicht weniger als 72 Parks und Grünflächen, und 44 Spielplätze.

Ramersdorf-Perlach zieht somit vor allem Familien an. In Waldperlach fühlen Sie sich besonders wohl, wenn Sie es wirklich ruhig und abgeschieden mögen. Dieser Teil Perlachs entstand als Wochenendsiedlung mit Schrebergärten und Wochenendhäuschen. Inzwischen finden sich hier Ein- und Mehrfamilienhäuser. Ein Neubaugebiet wurde in Neuperlach errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Stadt München schnell an. Es musste deshalb zügig adäquater Wohnraum für die Bevölkerung, die vom Land in die Stadt strebte, geschaffen werden. Um den Theodor-Heuss-Platz herum wurden Hochhäuser gebaut, in denen inzwischen 50.000 Menschen beheimatet sind. In Neuperlach findet sich an dieser Stelle relativ günstiger Wohnraum für Münchner Verhältnisse, darunter auch viele Sozialwohnungen.

Verkehrstechnisch ist der Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach bestens angebunden. Er liegt direkt an der Autobahn Richtung Salzburg und wird deshalb auch als „Tor in den Süden“ bezeichnet. Mit der U5, der S7 und verschiedenen Bus- und Tram-Linien, gelangen Sie zügig zum Ostbahnhof und steigen von dort in alle Richtungen um.

Wissenswertes über Ramersdorf – Perlach

Das sollten Sie über München Ramersdorf – Perlach wissen:

Kartenansicht von München Ramersdorf Perlach
Wo liegt Ramersdorf-Perlach?

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Die Geschichte von Ramersdorf-Perlach

Von der Gemeinde Ramersdorf zum Münchner Stadtbezirk
Ramersdorf wurde bereits um das Jahr 1000 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals trug der Ort noch den Namen Rumoltesdorf. Dies lässt darauf schließen, dass sich schon damals einige Gehöfte zu einem Dorfverband zusammengefunden hatten. Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert wechselten die Besitzverhältnisse in Ramersdorf: unterschiedliche Ministerialengeschlechter und Patrizierfamilien wechselten sich als Eigentümer der Höfe ab, einigeBesitztümer wurden sogar der Kirche geschenkt. Auf Grund der Säkularisation im Jahre 1803, gingen Güter und Höfe wieder in weltlichen Besitz über. 1818 wurde Ramersdorf der Status einer eigenständigen Gemeinde erteilt. Der Ort wuchs, mit dörflichem Charakter, auch nach der Eingemeindung weiter an. Erst die Errichtung der Mustersiedlung in den 1930er Jahren veränderte das Antlitz des Stadtteiles.

Perlach: das dreigliedrige Dorf
Perlach blickt auf eine noch ältere Geschichte als Ramersdorf zurück. Der Ort wurde bereits um 790 urkundlich erwähnt. Das Zentrum der damaligen Ansiedlung wird heute Altperlach genannt. Hier entstand der traditionelle Ortskern am heutigen Pfanzeltplatz, der sehr ländlich geprägt war und noch immer ist. Hier gibt es immer noch alte Bauernhäuser. Später, zwischen 1728 und 1730, entstand direkt neben den Bauernhäusern die Perlacher Kirche Sankt Michael. Dieses Gebäudeensemble steht inzwischen unter Denkmalschutz. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand der Ortsteils Waldperlach mit dem Bau der heutigen Ausfluggaststätte „Leiberheim“. Früher handelte es sich hierbei jedoch nicht, wie heute, um einen Biergarten, sondern um ein Erholungsheim für Soldaten. Um dieses Erholungsheim herum, wurden von betuchten Münchnern schnell Wochenendhäuser gebaut. In diesen haben sie an ihren freien Tagen und Wochenenden die Ruhe und Schönheit der Natur genossen. Auch der Kabarettist Dieter Hildebrand schätzte diese Wohngegend sehr und ließ sich nieder. In den 1950er Jahren erweiterte sich der Stadtbezirk dann um die Neubausiedlung Neuperlach, in die inzwischen auch ein großes Einkaufszentrum integriert worden ist.

Sehenswertes im Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach

Egal, ob Sie in Ramersdorf-Perlach wohnen, oder einen Ausflug in den Stadtbezirk unternehmen: es gibt eine ganze Menge an Sehenswertem. Der Ostpark ist die grüne Lunge des Stadtteils, und lädt mit einer Fläche von 56 Hektar zu ausgedehnten Spaziergängen und Radtouren ein. Ein wahres Schmuckstück finden Sie in Ramersdorf. Maria Ramersdorf ist eine der ältesten Wallfahrtskirchen in ganz Bayern. Sie verfügt über ein klassisches katholisch-oberbayerisches Antlitz und wird gerne für Hochzeiten und Taufen gebucht. Nachdem Sie Maria Ramersdorf besichtigt haben, kehren Sie im ältesten Biergarten von München ein: den finden Sie direkt neben Maria Ramersdorf. Das hier zu findende Gasthaus existiert bereits seit dem 17. Jahrhundert. Gemeinsam mit dem Mesnerhaus und dem Kurfürstlichen Jagdhaus bildet dieses Ensemble den historischen Ortskern von Ramersdorf. Die Friedhöfe Perlacher Friedhof und Neuer Südfriedhof ziehen viele Spaziergänger an. Die Grabstätten sind oftmals mit kunstvoll ausgestalteten Grabsteinen, und teilweise auch Skulpturen, geschmückt.

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