SOS: Frost kann starke Leitungsschäden verursachen

Minusgrade und ihre Folgen. Besondere Vorsicht gilt nicht nur auf Straßen und Fußwegen, auch Sanitäranlagen und Leitungen haben gefrierende Kälte satt. Die Stadtwerke München SWM machen in einer aktuellen Pressemitteilung auf die kalten Temperaturen in der Landeshauptstadt aufmerksam.

Damit einher ginge die Notwendigkeit, Wasserzähler und Hausinstallationen gegen Frost zu sichern, heißt es in der Information. Geplatzte Wasserleitungen verursachen Unannehmlichkeiten und hohe Kosten für die Betroffenen – so die Pressestelle der SWM. Um dagegen vorzubeugen, sollten Kellerfenster und Schachtbedeckungen geschlossen sein sowie ggf. Wasserzähler mit Isoliermaterial geschützt oder die Räume erwärmt werden. 

Ein weiterer Appell geht an alle Haus- und Grundbesitzer. Hydranten und andere Löschwasser-Entnahmestellen im Umkreis von einem Meter sollen von Schnee und Eis befreit werden. Besonders vor Wohngebäuden, Betrieben, Garagen, Tankstellen und Lagerhäusern müssen die Zapfeinrichtungen für die Feuerwehr rasch auffindbar sein. 

Quelle: https://www.swm.de/presse/pressemitteilungen/01-2021/frostschutz-wasserz-hler

Ab wann gefriert es?

Besonders bei Dauerfrostzeiträumen mit möglichen Nachttemperaturen von unter Minus 15 Grad und einem Tageswert von teils schon Minus fünf Grad können sich in den Rohrbögen der Hausinstallation kleine Eispfropfen bilden. Dadurch kühlt die Wasserleitung derart ab, dass die gesamte Leitungseinheit gefrieren kann, weil der Wasserzyklus (Wasserfluss) unterbrochen wird.

Altbauten sind hierbei teils stärker betroffen, da möglicherweise eine Vollwärmedämmung oder gezielte Isolierung fehlt. Doch auch für alle Gebäude, die eine solche Vollwärmedämmung haben, kann gefrierende Kälte die Leitungen schädigen. Hier dauert es meist nur länger, bis der starke Frost den Leitungen Schäden zufügen. Achtung: Häuser und Wohnungen, die während der Kälteperiode längere Zeit NICHT BEWOHNT sind, können von Frostschäden im Sanitärbereich stärker betroffen sein.

Servicetipp: Eingefrorene Wasserleitungen können Sie verhindern

Leicht umsetzbare Handgriffe und Vorbereitungen machen Ihre Wasserleitungen und Zähler fit für die Kälte. So vermeiden Sie das Gefrieren der wichtigen Sanitärelemente:

Richtig heizen: In meist jedem Raum befindet sich ein Heizkörper oder eine anderweitige Stelle der Wärmezufuhr (z.B. Wand- oder Fußbodenheizung). Mehrere Zimmer aus nur einem Heizkörper verbraucht mehr Energie und stellt einen größeren Zeitfaktor dar. Wenn Sie z.B. nach dem Stoßlüften wieder heizen möchten, schließen Sie einzelne Zimmertüren. Außerdem sollten Sie Räume und Wände nie vollständig auskühlen lassen.

Um Wasserleitungen zu schützen, sollten Sie Ihren Wohnraum immer in zumindest minimalem Zustand aufheizen. Hierfür gibt es eine Regel: Mindestens 15 Grad in unbewohnten Räumlichkeiten sowie 17 Grad in bewohnten Wohneinheiten. Faustregel: Sogar bei längerer Abwesenheit sollten Sie die Heizung nie ganz ausgeschaltet, sondern lediglich in einen gedrosselten Zustand bringen.

Saisonal nicht genutzte Wasserleitungen leeren und absperren: Sie kennen es sicher: Der Wasserhahn zum Bewässern der Balkon- oder Terrassenpflanzen wird lediglich bis zum späten Herbst verwendet. Danach darf er in den Winterschlaf gehen. Am besten noch vor der starken Kälte sollten Sie diese Wasserzufuhr absperren und dann öffnen, um noch Restwasser abzuleiten. So verhindern Sie, dass sich Restwasser zu gefährlichen Eiselementen in den Installationseinheiten bildet.

Sogar bei Räumen, die zwischenzeitlich nicht genutzt werden, etwa, weil es einen Mieterwechsel geben soll, kann der entsprechende Anschluss entleert und gesperrt werden.

Bleibt die starke Kälte?

Wetterexperte Kai Zorn gibt einen Ausblick auf die nächsten Wintertage:

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