Nun sind auch in Bayern die Sommerferien gestartet. Nachdem die Corona-Pandemie die Urlaubspläne vieler Münchner*innen durcheinanderbringt, haben wir mit unseren Mitarbeiter*innen nach Alternativen zum Verreisen gesucht. Nachdem uns Natalie Stiegler letzte Woche von italienischem Flair in München berichtet hat, zeigt uns heute Yvonne Klein, wie man dem Großstadtgetümmel entfliehen kann. Die zweifache Mutter und Kleingarten-Besitzerin verrät uns, wie sie nach der Arbeit abschalten kann und welche Rolle der Garten dabei spielt:

„Wir lieben München! München ist eine wunderschöne Stadt mit tollen Möglichkeiten und Ecken. Aber es ist nun mal auch eine Großstadt. Das Getümmel und die Menschenmengen sind allgegenwärtig. Wenn man hier mal rauskommen möchte, ist das oft gar nicht so einfach. München hat einige wunderschöne Seen im Umland, jedoch sind mir auch hier die Menschenmengen, die stressige Platzsuche und das Anstehen am Kiosk mit zwei kleinen Kindern oft zu anstrengend. Da sind wir froh, dass wir auf unseren Schrebergarten ausweichen können. Meine Familie und ich genießen es sehr, hier Zeit zu verbringen. Hier gibt es alles, was man für einen entspannten Sommertag braucht: selbstgepflanztes Obst und Gemüse, Schatten und Sonne sowie die Freiheit, das tun und lassen zu können, wonach uns gerade ist.

Hierzu gehören auch ausgiebige Grillabende. Wann immer uns danach ist – und wenn das Wetter es zulässt – leben wir des Deutschen liebstes Hobby aus: Essenszubereitung mit Holzkohle. Und wenn wir mal bis in die späten Abendstunden sitzen, bietet unser 18 m² Häuschen einen gemütlichen Schlafplatz für alle Familienmitglieder.

Jedoch haben wir auf den 180 m² Gartenfläche noch mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Der mit Seerosen besetzte Fischteich vor unserer Laube bietet den Kindern die Möglichkeit, die Natur in seiner reinsten Form zu beobachten und zu erleben. Als Gegenpol zum ruhigen Beobachten dient ein weiteres kühles Nass: unser neuer Pool. Hier toben und baden wir gerne zusammen, lassen aber auch mal ganz in Ruhe die Seele baumeln. Diese Unbeschwertheit lädt die Batterien immer wieder auf.

Jedoch ist man in seinem Schrebergarten keineswegs auf einer Insel. Gerade die Nachbarschaft und die Gartengemeinschaft geben den Charme. Es wird eine Kultur des Helfens und der Gemeinschaft gelebt, in der man jeden um Rat und Hilfe bitten kann und diese genauso gerne zurückgibt. Man grüßt sich, wenn man sich sieht, trinkt zusammen Kaffee oder feiert gemeinsame Feste im Vereinsheim. Hier sind schon wahre Freundschaften entstanden, welche seit Jahren Bestand haben. Und was am schönsten ist: jeder kann so sein, wie er möchte. Diese Unbeschwertheit gefällt auch unseren Kindern sehr. Egal ob ruhig oder laut, ob schnell oder gemächlich, ob nehmend oder gebend – jeder ist immer willkommen, auch wenn es nur zum Naschen an den Obstbüschen ist.

Im Schrebergarten kann ich auch meine Persönlichkeit entfalten und meine Kreativität ausleben. Besonders bei der Umgestaltung des Gartens sind keinerlei Grenzen gesetzt. Es werden Beete versetzt, Spielstätten errichtet oder Pflanzen angelegt. Dies bedeutet oft viel Arbeit, von Buddeln bis Schleppen. Aber es macht viel Spaß zu sehen, was man gemeinsam schaffen kann! Ich bin kein Mensch, der gerne stillsitzt, sondern ich brauche Bewegung! So kann ich mich bei der Gartenarbeit perfekt austoben.

Von Entspannung bis Action bietet der Schrebergarten uns alle Facetten, die wir zur Freizeitgestaltung suchen und so können wir wirklich sagen: Es ist wie Urlaub, nur daheim.“

Wenn Sie nun auch Lust auf Gartenarbeit bekommen haben, informieren Sie sich doch ganz unverbindlich, wo sich bei Ihnen die nächste Kleingartenanlage befindet und zu welchen Bedingungen diese angemietet werden können. Bei rund 8.700 Gärten, verteilt auf ca. 80 Anlagen in gesamt München, sollte sich auch in Ihrer Nähe etwas finden. Mehr Informationen unter: www.kleingartenverband-muenchen.de

Viel Erfolg! Bleiben Sie gerne auf dem Laufenden, was unsere weiteren Kolleg*innen diesen Sommer so vorhaben.