Der Münchner Stadtbezirk 19 Thalkirchen – Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln besteht aus einem Konglomerat mehrerer kleinerer Stadtteile, und liegt am südwestlichen Rand der bayerischen Landeshauptstadt. Südlich des Bezirks schließt sich der Forstenrieder Park mit einer beachtlich großen Grünfläche an. Die im Bezirk liegende Balde-Höhe im Klostergut Warnberg bildet mit 580 Metern Höhe den höchsten Punkt Münchens. Die fünf Teile des Bezirks weisen jeweils einen sehr unterschiedlichen Charakter auf: von ländlicher Dorfstruktur, über reine Wohngegenden, in denen neu gebaute Wohnanlagen dominieren, bis hin zu grünen Erholungsgebieten, können Sie hier alles finden. Wer für sein inneres Gleichgewicht eine tägliche große Jogging- oder Radrunde in ruhiger und grüner Umgebung benötigt, ist im Stadtbezirk 19 sehr gut aufgehoben.

Schnellüberblick

Charakteristik

Auf den ersten Blick wirkt Thalkirchen – Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln ein wenig zusammengestückelt. Die ehemaligen Dörfer Thalkirchen und Forstenried sind noch immer ländlich strukturiert. Der dörfliche Charakter ist beiden Wohnlagen noch immer anzumerken. Um einen Dorfkern herum gruppieren sich Einfamilienhäuser, in Thalkirchen auch Genossenschaftsbauten, die als Wohnanlagen konzipiert wurden.

In Solln sind hauptsächlich Villen mit Garten aus dem höheren Preissegment zu finden. Obersendling zählt zu den sogenannten städtebaulichen Mischgebieten: neben Industrie- und Gewerbebauten sind hier ältere Großwohnanlagen vorherrschend. Die Siemens-Siedlung an der Boschetsrieder Straße wurde zu Beginn der 1950er Jahre für die Angestellten der, seinerzeit hier beheimateten, Siemens AG errichtet. Die Angestellten kamen in Hochhäusern mit bis zu 17 Stockwerken unter.

Fürstenried weist einen hohen Bestand an Reihenhäusern auf. In den letzten Jahrzehnten wurden einige der ehemaligen Industriequartiere in Neubaugebiete umgewidmet, die vor allem im Rahmen des sozialen Wohnungsbau eine neue Nutzung finden. Rund um die Baierbrunner Straße entsteht derzeit ein neues Wohnquartier mit 1.000 Wohnungen. Auch eine Grundschule wird hier entstehen.

Im Bezirk sind mehrere weitere Grundschulen, und auch Gymnasien, sowie Erwachsenenbildungswerke vorhanden. Die Nahversorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel- und Fachmärkten ist sehr gut. In Solln wohnen zum Großteil Besserverdienende mit hohen Bildungsabschlüssen.

Die Sozialstruktur im restlichen Stadtbezirk ist sehr gemischt. Arbeiter*innen und Angestellte sind genauso zu finden wie Familien und Geringverdienende oder nicht erwerbstätige Bürger*innen. Die U3, S7 und S20 verbinden den Stadtteil mit der Innenstadt. Über den S-Bahnhof-Soll sind Sie mit dem Regionalverkehr verbunden. Mit dem Auto erreichen Sie das südliche Umland über die A95 und die B11 sehr zügig, was besonders Wanderer und Skifahrer zu schätzen wissen.

Wissenswertes 

Das sollten Sie über München Thalkirchen – Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln wissen:

Reihenhaus (Kauf)

0 €/m²

Durchschnittskaufpreis

Wohnung (Kauf)

0 €/m²

Durch­schnitts­kaufpreis für Wohnungen mit 40 – 80 m²

Wohnung (Miete)

0 €/m²

Durch­schnitts­kaufpreis für Wohnungen mit 40 – 80 m²

Geschichtliches

Thalkirchen ist ein ehemaliges Bauerndorf, das von seiner Lage in der Isarniederung geprägt wurde. Hier, am Floßkanal München, siedelten sich viele Flößer an, daneben entstanden Sägewerke, die das Floßholz weiter verarbeiteten. Das Dorf wurde zu einem beliebten Ausflugsziel reicher Städter*innen, was eine noch heute hohe Dichte an Biergärten und Gaststätten mit sich brachte. Ende des 19. Jahrhunderts entstand im 1900 nach München eingemeindeten Dorf, die Villenkolonie Prinz-Ludwigs-Höhe, die heute unter Ensembleschutz steht.

Neubaugebiet Obersendling
Nördlich an den Südpark anschließend, wurde Obersendling erst nach seiner 1900 erfolgten Eingemeindung rege bebaut. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts legten die Stadtoberen einen Fokus auf die Verknüpfung von Arbeit und Wohnen: neben Arbeitsplätzen in den hier neu entstandenen Industriebetrieben, fanden die Arbeiter*innen günstigen Wohnraum in direkt mit konzipierten Werkswohnungen.

Mischstruktur in Forstenried
1166 wurde das Dorf Forstenried erstmals urkundlich erwähnt. Um die Pfarrkirche Heilig Kreuz gruppierten sich bis zur Eingemeindung nach München 1912 nur wenige Bauernhöfe. Zwischen 1959 und 1971 entstanden mehrere Großwohnanlagen im Stadtteil: Das sogenannten Neu-Forstenried.

Fürstenried: Ort mit junger Geschichte
Fürstenried wurde erst 1716 erstmals urkundlich genannt, und war seinerzeit nur wenig bebaut. Der Ort war so klein, dass er sich zunächst 1818 der Gemeinde Forstenried anschloss. 1912 erfolgte die Eingemeindung nach München. Heute ist von der dörflichen Struktur nichts mehr erkennbar. Der Stadtteil Fürstenried ist ein reines Wohngebiet mit Großwohnanlagen, die größtenteils in den 1960er Jahren erbaut wurden. Im südlichen Teil Fürstenrieds gibt es inzwischen auch ein Neubaugebiet für Einfamilienhäuser.

Der südlichste Stadtteil Münchens: Solln
Im 1938 eingemeindeten Soll ist noch heute ein historischer Ortskern ersichtlich. Zwei Villen-Kolonien entstanden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. In den 1960er Jahren kam die Parkstadt Solln dazu, eine Großwohnsiedlung mit 2.000 Wohnungen. Auch heute wird in Solln nachverdichtet, das heißt, Baulücken mit Neubauten aller Art geschlossen.

Sehenswertes

Für einen ausgiebigen Sonntagsspaziergang eignen sich alle Teile des Stadtbezirks 19, denn überall gibt es historische Gebäude zu entdecken. Die Villendichte im gesamten Bezirk ist sehr hoch. Da viele aus der Wende zum 20. Jahrhundert stammen, weisen sie oft eine herrschaftlich ausgestaltete Fassade auf, die einen Blick wert ist. In Thalkirchen lockt die Wallfahrtskirche Sankt Maria mit gotischen und barocken Bauelementen. Auch enthält sie einige Hauptwerke der spätmittelalterlichen Kirchenmalerei.

In Solln gibt es gleich drei beeindruckende Gotteshäuser: die spätgotische Alte Sankt Johann Baptist Kirche, die von Jugendstil und Neobarock beeinflusste Neue Sankt Johann Baptist Kirche, sowie die modern gehaltene Petruskirche. Besuchen Sie auch das Fürstenrieder Schloss, das 1715 im Auftrag des Kurfürsten Max Emanuel erbaut wurde, mit seinem verwunschen wirkenden Schlossgarten.

Am südlichsten Zipfel des Bezirks schließlich können Sie den Warnberg erklimmen. Im 12. Jahrhundert stand hier eine hölzerne Turmhügelburg. Am Warnberger Weiher lässt es sich herrlich entspannen.

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